Dienstag, 26. Februar 2008

kleines visuelles Update

Jaa, die Arbeit ist hart, aber im Pub ist es dann doch entspannt:

-hinter mir mit rotem Schal: Alper (Türkei), der einzige Ingenieur in unserer Runde
-neben ihm mit grünem Oberteil Giuliano (Italien...couldn't have guessed, I know)
-im Vordergrund mit gestreiftem Shirt: Sylvain (okay, ab jetzt das Land nur noch, wenn es sich nicht herleiten lässt)
-in der Mitte mit blonden Locken: Rebecca (US/FR)
-daneben mit dunklen Locken: Lya (Israel) mit der ich zusammenziehe. Nathalie ist hier leider nicht mit drauf, aber ich werde noch mehr Fotos posten.
-Der Große mit Bier im Hintergrund: Mathieu, und neben ihm Oskar (Schweden).
Nur, damit Ihr auch Gesichter zu den Namen habt.

Ansonsten ist es nach wie vor sehr spannend und anstrengend, ich habe jetzt ein Bankkonto und eine Rentenversicherung, und Samstag ziehen wir um. Dann mehr. :-)

Es grüßt herzlich
die gegoogelte Katze

(Ania, die gerade zu Besuch war, hat uns schon bescheinigt, wir seien unerträglich: In jedem Satz kommt mindestens drei Mal das Wort Google vor...)

Samstag, 23. Februar 2008

"It's three lovely Google Girls...

and I have them right here in the car with me, so watch'ya language!" -so unsere relocation-Managerin am Telefon zu einem ihrer Kontakte, als sie uns den ganzen Nachmittag auf der Suche nach einer netten Wohnung durch Dublin fuhr.

Ich habe absichtlich nicht früher gebloggt, weil ich die vage Hoffnung hatte, etwas Schönes berichten zu können, und yeeeeeeeeeeeeey, that's actually the case!

Lya, Nathalie und ich haben heute unsere zukünftige Wohnung gefunden! Hier der Link mit ein paar Fotos:

http://www.daft.ie/searchrental.daft?id=531158&search=1

Ich weiß, das Gebäude ist sehr modern, aber was es an Charakter vielleicht nicht zu bieten hat, macht es durch die Lage wieder wett: 5 Minuten Fußweg zu Google --> keine commuting costs. 15 Min. zu Fuß bis ins Stadtzentrum --> keine nächtlichen Taxis. Die Zimmer sind sehr unterschiedlich groß, aber mit dem ganz kleinen habe ich mit einem Dumpingpreis von 690 € pro Monat ein echtes Schnäppchen gemacht- Dublin 4 wird als das netteste Wohnviertel der Stadt angesehen. Wir haben zwei Badezimmer, eines sogar mit Badewanne (thank God for that!), und die Küche ist mit allen erdenklichen Luxusgeräten ausgestattet: Trockner & Waschmaschine in einem, Geschirrspüler, großer Kühlschrank und separater Gefrierschrank. Jede Menge Stauraum gibt es auch, und einen sehr großen Einbauschrank in meinem Zimmer, auch sehr praktisch.

Angesichts all dieser Vorteile trauere ich nur noch ein ganz bisschen um die Vorstellung, hinter einer pittoresken Dubliner Tür zu wohnen. Schick ist unser Apartment ja auch, vor allem, wenn wir einige von den etwas seltsameren Dekorationen im Wandschrank verschwinden lassen. Es ist ein Ort, der sich mit etwas Arbeit wie ein Zuhause anfühlen kann und in dem Boiler und Heizung funktionieren - ganz guter Schnitt für so eine kurze Suche! Die Hilfe der Firma, die für Google-Angestellte ihren Umzug hierher organisiert, war unschätzbar - wir wären durchgedreht und/oder in Tränen ausgebrochen, hätten wir zu all diesen Apartments selber fahren müssen! Es waren wirklich phantastische dabei, aber einfach ausserhalb unserer Preisklasse. 2600 € pro Monat war einfach nicht drin.

Für die, die den wunderbaren Dubliner Wohnungsmarkt nicht kennen: Nein, ich wurde nicht übers Ohr gehauen: ein Zimmer von 600-800 € zu finden ist wirklich eine Kunst. Wohnungen mit zwei Schlafzimmern kosten von 1400-1800 € im Monat, und wir sind heute an Häusern vorbeigekommen, in denen die hohen Angestellten reicher Firmen für sage und schreibe 10000 € im Monat wohnen. And I´m not kidding. Darum kaufen hier auch alle Eigentum, ist ja das einzige, was man da sinnvollerweise tun kann.

Aber gut, wir sind sorted! Am 1. März ziehen wir ein. Am 8. März kommt dann schon mein geliebter Axel, und am 10. Nathalies Freund (ebenfalls Fernbeziehung, Dublin-Paris). Nach erfolgreicher Mission konnten wir dann sogar noch zum TGIF = Thank God It's Friday. Das findet- wie der Name schon sagt - jeden Freitag bei Google statt, und besteht aus Mitteilungen der Manager, aber hauptsächlich im gemeinsamen Biertrinken (Google lässt es morgens schon kalt stellen) und Feiern. Danach verteilen sich dann alle auf die umliegenden Pubs.

Heute war übrigens auch mein erster Tag am Schreibtisch: als Willkommenspräsent gab´s eine Google Wasserflasche, so eine von den widerstandsfähigen für´s Fahrrad, sehr praktisch & nice. Daran befestigt waren zwei Luftballons, die mit der Aufschrift "Welcome" über meinem Schreibtisch schwebten. Das Trainingsprogramm ist anstrengend, aber man weiß immer, was man zu tun hat und wer einem hilft, was ich momentan sehr angenehm finde.

Die Pubs erfüllen übrigens eine gesunde Mission: Beim Karaoke-Mitsingen baut man Stress viel schneller ab! :-) MITsingen wohlgemerkt. Dazu hatten wir (=verschiedene Leute aus dem Einführungskurs) gestern im Howl at the Moon Gelegenheit. Das ist ein Pub/Club, den ich wohl nicht das letzte Mal von innen gesehen habe, besonders nicht jetzt, da wir quasi um die Ecke wohnen.

Damit ist mir also eine große Last von den Schultern genommen - es ist viel besser, sich in den kommenden Wochen auf den Job konzentrieren zu können, als auf der Suche nach Wohnungen herumzuirren. Damit erstmal genug für heute,

es grüßt eine müde & zufriedene
Katze


Montag, 18. Februar 2008

Give me a G, give me an O ...

... nein, ganz so war´s dann doch nicht! Aber auf die Corporate Identity wurde man schon eingeschworen heute. Ein unheimlich langer Tag, wahnsinnig viel Input, wir mussten gleich präsentieren und Teamwork machen. Aber es war echt alles noch ganz entspannt, die Atmosphäre ist halt nett. Wenn ich noch daran denke, daß ich es mal zum Aufregen fand, vor einer Gruppe an der Hamburger Uni zu stehen und was zu sagen... Aber da sieht man mal, welchen Unterschied es macht, ob das Gegenüber einem wohlgesonnen ist oder nicht. Das ist hier definitiv der Fall.

Informationen für Mama: Ja, das Essen war gut! Es gab Lachs mit grünem Spargel, Kartoffeln, alle möglichen Sorten Salat und Obstsalat aus frischen Früchten hinterher. Den ganzen Tag über freie Getränke aus den Kühlschränken die überall stehen. I´m telling you: I know where the toilets are now!

Zum Abschluss des Arbeitstages gab es dann noch ein T-Shirt und unsere Googler-Badge zum Betreten des Gebäudes:

Google


Dann war eben noch Noogler-Essen im Grand Canal Hotel, fancy fancy. Vollgestopft mit Irischem Roastbeef, Apfelstrudel, Salat, Tomatensuppe und ich weiß nicht was, werde ich jetzt wie alle anderen todmüde ins Bett fallen.

One thing which is nice about people here: They´re not UEA! :-) Alle sind darauf bedacht, daß sie ausgeschlafen zur Arbeit kommen, keiner ist so drauf: "Och koooomm, lass uns noch einen trinken gehen...!" Sehr angenehm und insgesamt a little more grown up. Aber das wird schon auch seine Gründe haben: geschenkt wird einem hier auch nichts in Sachen Arbeitseinsatz, das wurde heute auch deutlich.

Aber ich habe wohl keinen Anlass zum Beschweren möchte man meinen... :-)

Damit ein müdes bye bye für heute
von einer zufriedenen Katze

Samstag, 16. Februar 2008

Orientation

Hallo ihr Lieben,

heute morgen hatte ich meine ganz persönliche orientation. Will heißen: ein dicker Mercedes mit persönlichem Fahrer wartet vor der Haustür und karrt einen einmal durch die gesamte Stadt, damit man sich einigermaßen zurechtfindet.

Hört sich jetzt nach Pflichtveranstaltung an, war´s aber gar nicht. Sich mit Brian (ein zweiter Brian & ein anderer als der, der mich vom Flughafen abgeholt hat) zu unterhalten war echt nett und auch sehr informativ: Er war ca 60 würde ich schätzen, hat 6 Kinder, 3 Söhne und drei Töchter, die alle eine Klosterschule besucht haben, an der wir auf unserer Rundtour auch vorbeikamen. Ich finde es immer sehr interessant, die persönliche Meinung der Leute zu bestimmten Themen zu hören, so habe ich ihn zum Beispiel nach seinen Ansichten zu verschiedenen Zeitungen gefragt und zur Antwort bekommen, die Irish Times sei die beste. Naja, mal prüfen.

So bin ich heute schon unverhofft an einige Orte gekommen, die eigentlich erst viel später auf meinem Plan standen, aber es war toll, denn so konnte ich mir einen ersten Eindruck verschaffen, wie lange es dorthin dauert, wie es aussieht etc. Optimal für die Daytrip-Planung wenn mich mal einer von Euch besuchen kommt. Unter anderem waren wir im Phoenix-Park, der früher englischen Besatzern gehörte und heute neben einer unglaublichen Fläche an Land freilaufende Hirsche beherbergt. Wir fuhren zu einer Stelle, an der der Papst 1979 eine Messe vor über einer Million Leuten gehalten hat, und wo jetzt ein gigantisches Stahlbetonkreuz steht. Brian war dabeigewesen und konnte sehr anschaulich erzählen, wie gigantisch die Veranstaltung war, und wie sie stundenlang laufen mussten, um überhaupt nahe ranzukommen.

- - Danach fuhren wir raus nach Howth, einem ehemaligen Fischerort, der aber jetzt als Vorort der Reichen an Dublin herangewachsen ist. Irgendeiner von U2 hat da auch ein Haus, die Liga also. Sehr schön dort, und es war ein strahlender Tag, leider hatte ich meine Kamera nicht dabei. Mittags war ich dann wieder hier und konnte mich weiter dem Kontakte-knüpfen widmen: Mit zwei Mädchen, die auch ein Zimmer suchen, will ich vielleicht zusammen was mieten, morgen treffen wir uns und sprechen genauer drüber. Die eine ist Französin, die andere kommt aus Israel, beide arbeiten auch bei Google. Zu dritt hat man hier einfach bessere Chancen, etwas anständiges rauszuschlagen für sein Geld. Naja, tbc asap.

Ansonsten habe ich es heute ruhig angehen lassen - die Tage vor der Abreise haben doch ganz schön gezehrt, und die nächsten Wochen werden ja auch nicht gerade ruhig, also habe ich heute am Nachmittag nach dem Skypen mit Axel ein Schaumbad genossen und ein bißchen Zadie Smith gelesen. Gleich nimmt Florian mich dann noch auf eine Party von einem Googler mit. Gestern hab ich im Pub schon einige seiner Teamkollegen kennengelernt, alle sehr nett und aus aller Herren Länder: Argentinien, Italien, Brasilien, Österreich, Frankreich...sehr spannend.

Morgen früh muss ich dann aber das Cocooning beenden und habe mir vorgenommen, auf den Blackrock Market zu fahren und da ein wenig zu stöbern - Wiebke, leider ist Deine Flohmarkt-Box noch im Gepäck, das später ankommt, aber es werden sich sicher noch genug Gelegenheiten finden.

Schönster Ausspruch des Tages: Geht an Brian für die Bemerkung "That´s only God´s country", die sich auf die unwirkliche Schönheit der Landschaft im Südwesten Irlands bezog

Interessante Beobachtungen: Ein Schild auf dem Weinregal bei Tesco, auf dem stand: "If you´re buying alcohol and look under 21, please don´t be offended if we ask you for identification". Daneben ein Foto von einer Frau, die ungefähr wie 12 aussah - mal gucken, wann es mir das erste Mal passiert.

gelernt mit Gleichmut hinzunehmen: daß mich auch hier alle Heiki nennen - das e am Ende ist fatal und man kann es Englisch sprechenden Menschen nicht austreiben.

und Luxus des Tages: Geschirr im dishwasher gewaschen! :-)

Song: For the Widows In Paradise, For The Fatherless in Ypsilanti

Gemütszustand: einigermaßen stabil mit labilen Anteilen.

That must be it for today, gotta go & dress up a little.
Es grüßt
die Katze

Freitag, 15. Februar 2008

bitte das unten stehende Bild anklicken - dann werdet Ihr zum Webalbum weitergeleitet...wusste nicht, ob das so deutlich wird :-)
mein temporäres Zuhause


Dies hier, meine Lieben, ist mein neues Übergangszuhause. Ich wünschte, es wäre mein permanentes, aber dazu reicht dann der Umfang des Geldbeutels wohl nicht so ganz... :-) Also freue ich mich, daß ich wenigstens 30 Tage drin wohnen darf!

Endlich habe ich auch Internetverbindung hier zu Hause - einen ganzen Tag nicht online! Bei der Vorstellung, auch am Wochenende vom Netz abgeschnitten zu sein, wurde mir schon ganz übel. Aber dann kam David von Lansdowne-Apartments vorbei (=Verwaltungsgesellschaft der Wohnanlage) und hat es für mich gefixt ;-) Jetzt kann ich also wieder nach Herzenslust skypen und bloggen, und vor allem e-mails checken! Gestern nach dem Willkommensbier hat Florian netterweise den elektronischen Engpass überbrückt.

Heute morgen habe ich es mit einer für meine Person großen Herausforderung aufgenommen: dem Kauf und der Bedienung eines Handys aus dem 21. Jahrhundert! Es ist sogar Skype-fähig, was ich aber noch nicht ausprobiert habe. Jedenfalls ist es sehr schick und ich bin nun auch erreichbar - Nr. folgt aber lieber per mail.

Dublin hat mich in Sachen Preise schon gebührend begrüßt: Ein Paket Wurst: 3,20 €, Cornflakes 2,70 €... da kam ich mit meinen paar Kröten schon ganz schön ins Schwitzen. Heute habe ich deshalb den Moore Street Market erkundet, wo es Obst und Gemüse zu im Verhältnis sensationell günstigen Preisen gibt. Und außerdem einen Lidl, jawohl, mit Paletten, auf denen deutsche Dosengerichte stehen! Hach war das schön! Aldi gibt´s auch, also ist mein unmittelbares Überleben wohl gesichert.

Nun werde ich mich noch mal nach draußen begeben und ein bißchen rumlaufen, die Gegend erkunden, und ein paar neue Fotos machen.

Es grüßt eine Katze, die noch nicht realisiert hat, daß sie permanent verschifft wurde... :-)

Sonntag, 10. Februar 2008

Reisedaten

Lieben Dank an alle, die gestern auf meiner kleinen Abschiedsparty (Foto folgt) waren - ihr macht es einem wirklich nicht gerade leicht zu gehen! :-) Andererseits weiß ich auch, worauf ich mich freuen kann, wenn ich - zwischendurch oder auch wieder permanent - in Hamburg bin.

Hier auf Grund zahlreicher Nachfragen noch mal meine Reisedaten:

Am 14.02. um 13.20 vom Hamburger Flughafen.
Der erste Arbeitstag ist am 18.02., zwischendurch ist schon mal erste Orientierung und Networking angesagt. Was übrigens über Google Groups auch im Voraus schon möglich ist: Dort sind alle zusammengefügt, die am 18. anfangen und können schon mal Kontakt miteinander aufnehmen - nette Sache. So fühlt man sich nicht so verloren, wenn man dann allen anderen gegenübersteht.

So, nun gilt es, einen Gewitterkoffer zu packen (wunderbarer Begriff von Cato, die diese Institution bei ihren Großeltern auf dem Land kennengelernt hat). Der enthält eine Sammlung wichtiger Dokumente und sorgt dafür, daß mein mühsam errungenes Magisterzeugnis nicht in der Irischen See versinkt.

Bis auf Weiteres grüßt
die immer noch verdrängende
Katze