Hallo ihr Lieben,
so geht die Zeit wieder ins Land und schon ist es August! Einerseits bin ich froh, denn das bringt mich natürlich der Heimkehr näher, andererseits wächst damit auch die Angst vor allem, was damit einhergeht: Jobsuche an erster Stelle, dann wieder Herz aus der Brust reißen und einen inzwischen doch auch irgendwie liebgewonnenen Ort verlassen... ich sage euch, ich bin zu alt für solche Sachen ;) Wenigstens sehe ich aber wohl noch nicht so aus: Gestern im Stoffladen (ich nähe gerade ein Case für meine Yoga-Matte) meinte die Verkäuferin zu einer anderen Kundin, der sie sich gewidmet hatte, während ich schnell etwas holte, das ich vergessen hatte: "Now, if you don´t mind, I was just serving this girl here..." Ha! GIRL! Did you all hear that! Insofern besteht Grund zur Hoffnung.
Letztes Wochenende waren Axel und ich mal wieder bei Anne und Stefan auf Fehmarn, um die neue Hauptattraktion zu bestaunen: mein süßes Patenkind Malik, hier ja auch unlängst vorgestellt. Anias berechtigte Frage: "Na, und willst du jetzt auch eins?" beantworte ich mit den Worten "Gemach, Gemach!" Aber ich muss sagen, mit seinen langen Wimpern und seinem Lächeln bringt er echt alles zum Schmelzen - dass er mal gute Chancen bei den Frauen haben wird, ist jetzt schon abzusehen! Hier findet ihr - diesmal als Diashow - die Fotos, die ich als kleine Aufmuterung im stressigen Alltag meistens nebenher auf meinem Arbeitslaptop offen habe...
Tipp: wenn ihr die Fotos größer sehen wollt, könnt ihr unten rechts auf den Pfeil drücken und gelangt dann zu einer Ansicht, in der "Album: Malik" steht. Die Option erscheint auch automatisch unten links, wenn die Diashow einmal durchgelaufen ist. Bei einem Klick auf den Namen geht´s direkt ins Album. Und nein, ich arbeite nicht im Customer Support, wie kommt ihr drauf?! :)
Aaach ja... :) Hier ist ansonsten nicht viel los. Nachdem die letzte Woche einige Extremerschöpfungszustände bereit hielt, übe ich mich dieses Wochenende im Cocooning und schreibe, lese, mache Yoga, koche leckere, indische Speisen und übe mich in Vorfreude auf unseren Urlaub in New York und Boston.
In New York sind wir ja bei Greg, aber in Boston mussten wir ja eine geeignete Unterkunft finden. Nachdem ich begeistert ein paar Boutique-Hotels mit hauseigenem Japanischen Garten inklusive Koi-Karpfen und Whirlpool auf dem Dach mit Ausblick über die Stadt angeguckt hatte, gebot Axel mir dann Einhalt und wir haben dann etwas Realistischeres gefunden, dass uns aber beiden sehr gut gefällt. Wenn ihr auf "Large Studios" klickt, wird genau das angezeigt, das wir gemietet haben - für 65,00 € pro Nase pro Nacht! Guter Schnitt, oder? Wir hoffen, es wird so schön, wie es sich auf den Bildern darstellt. Natürlich freue ich mich vor allem auch darauf, Greg mal wiederzusehen und einen Blick in sein neues Leben an der NYU zu werfen.
So, nun muss ich Axel noch via Skype in den letzten Zügen eines gemeinsamen Abschiedsgeschenks (für einen Freund zum Studienabschluss) unterstützen... internationales Basteln im 21. Jahrhundert sag ich nur!
Es grüßt euch herzlich
eure Katze
Sonntag, 2. August 2009
Samstag, 11. Juli 2009
"Du musst den Kammerjäger rufen, sonst übernehmen die Biester die Macht im Haus!"
Zuerst war es nur eine. Am Tag darauf waren es acht. Und heute morgen konnte ich mich nicht länger vor der Erkenntnis drücken, dass sie irgendwo ein Nest gebaut haben mussten: Die Wespen hingen in kleinen, schwarzen Trauben an meiner Netzgardine und summten ärgerlich.
Nun bin ich ja ein großes Mädschen, und einzelnen Exemplaren durchaus gewachsen - in den letzten Tagen habe ich mehrere Wespenfangtechniken perfektioniert. Wenn es kalt ist, sind sie träge und können sich nicht schnell bewegen, und man kann man sie einfach "abfischen". Zu diesem Zweck hatte ich ein großes Glas und eine meiner praktischen kleinen Gehaltsabrechnungen zum Abdecken desselben auf meinem Nachttisch. Aber mit dem war es heute morgen nicht mehr getan. Ich fasste mir also ein Herz, öffnete das Fenster, nahm die Stange aus der Verankerung und haute sie auf´s Vordach, so dass die Wespen nach allen Seiten davonstoben.
Eine solche Aktion um halb acht Uhr morgens am Samstag trägt nicht unbedingt zu meiner guten Laune bei, vor allem dann nicht, wenn ich am Vorabend auf einem rotweinseligen Team-Ausflug war. Nun gut, ich schloss alle Fenster, und legte mich wieder hin, um etwas Schlaf nachzuholen. Um zehn Uhr wurde ich geweckt - vom Summen einer Wespe, die anscheinend aus meinem Wandschrank direkt auf mich zuflog - ich schwöre euch, ich konnte genau ihren niederträchtigen Gesichtsausdruck sehen:

Kurz vor meinem schlafverklärten, angsterstarrten Gesicht drehte sie aber ab, um sich zu ihren inzwischen schon wieder 5 (!) Kumpanen zu gesellen, die sich an der Netzgardine tummelten. "Es kann nicht wahr sein!", dachte ich entnervt, "wie sind die denn jetzt bitte hier reingekommen?!" Damit war immerhin bewiesen, dass sie irgendwie Zugang zum Inneren des Hauses haben mussten. Ich hatte die Lüftungsschächte in Verdacht, konnte aber nichts entsprechendes beobachten.
Als ich beim Frühstück kurz die Heizung andrehte, wachten sie erst richtig auf, summten ärgerlich und knallten mit ihren Chitinpanzern aufgeregt gegen das Fensterglas. Zeit zum Handeln. So gut es ging beseitigte ich inmitten des Wespengetümmels die allerschlimmste Unordnung, zog mich an und machte mich auf den Weg nach nebenan zu meinen Vermietern - sehr praktisch, sie so nah dran zu haben. Axel und ich waren letztes Wochenende ja bei ihnen zum Essen, was sehr nett war, und es auch etwas leichter machte, sich an sie zu wenden - ich bin ja bei sowas immer noch eher schüchtern. Da sie aber wirklich total auf meiner Wellenlänge sind, reagierten sie auch wie erwartet super.
Teresa, die Mum (sie haben 3 Kinder, ich glaube, ich habe auch schon mal darüber geschrieben), kam sofort mit mir rüber, um zu sehen, ob wir gemeinsam das Nest finden konnten. And sure enough we did, or rather: she did. Als ich gerade dabei war, die Haustür aufzuschließen, sagte sie aufgeregt, "Oh hold on, I can see them!" und deutete auf eine Öffnung oben in der Hauswand. Wir standen beide mit dem Kopf im Nacken und dem Rohr im Visir da und tatsächlich! Da gingen sie ein und aus. Und innerhalb von 3 Minuten waren es bestimmt hundert! "Okay", sagte Teresa grimmig, "I´m gonna call someone NOW". Ich war echt dankbar, dass sie die Sache in die Hand nahm, denn sicher hätte ich das irgendwie auch hingekriegt, aber so war es natürlich angenehmer.
In Deutschland sind Wespen ja geschützt und man muss den NABU rufen, dessen Wespenbeauftragter dann kommt und das Nest abtransportiert. Axel und ich haben da ein reiches Erfahrungsreservoir, denn vor zwei Jahren hatten sich die Wespen in einem Sack Blumenerde auf seinem Balkon angesiedelt. Daher wusste ich auch, dass die Nester in großer Geschwindigkeit wachsen und zum Schluß schon mal um die 3000 Individuen umfassen können. Auch die Jahreszeit kam genau hin: Oft starten sie nämlich im April und sind dann noch sehr schüchtern, weil ihr kleiner Staat insgesamt nur 10 Personen + Königin umfasst - da können sie sich den Verlust eines Arbeiters nicht leisten und müssen vorsichtig sein. Wenn sie aber einigermaßen viele sind, schwärmen sie aus, und das ist meistens Ende Juni, Anfang Juli der Fall. So jedenfalls Axel, der durch die Nest-auf-Balkon-Erfahrung zum Wespenexperten geworden ist. Daher auch seine dringliche Warnung per SMS gestern Abend, die als (reißerische ;) Überschrift dieses Posts dient.
Naja, gut, Wespenschutz in DE ist eine Sache, Wespenbeseitigung in Irland eine andere. Der von Teresa gerufene Kammerjäger kam recht schnell und ging als erstes in mein Schlafzimmer, um sich ein Bild der Lage zu machen. Die Netzgardine dort war inzwischen nicht mehr weiß, sondern schwarz-weiß getupft und lebendig. Selbst der Kammerjäger gab zu, dass es ungewöhnlich große Exemplare waren, nahm lässig eine Insektensprayflasche aus seiner Kitteltasche und sprühte das ganze Fenster damit ein. Es war mir gerade noch gelungen, einen Teil meines Bettzeugs wegzunehmen, bevor er mein Schlafzimmer in einen giftigen Nebel hüllte - noch jetzt riecht hier alles chemisch. Na gut, werde ich wohl alles einmal waschen und putzen müssen, bevor ich da wieder schlafe. Zum Glück habe ich ja mein Gästezimmer, in dem ich vorrübergehend Quartier aufschlagen kann.
Mit dem Sprayen war die eigentliche Arbeit natürlch noch nicht getan, denn außen summten die Wespen nach wie vor und gingen ihrem Tagesgeschäft nach. Irgendwie mussten sie sich jedenfalls von der Öffnung in der Hauswand in meinen Wandschrank (= hot press, der Ort, an dem sich in irischen Häusern der Wassertank befindet und an dem man seine Handtücher ablegt, weil sie dann schön warm sind, wenn man sie rausnimmt)durchgebissen haben. Der Kammerjäger holte sein Equipment und begann, eine lange Spritze zusammenzuschrauben, mit deren Hilfe er dann Insektizid-Puder in das Nest pumpte. Teresa, Ronan, ihre zur Zeit Windpocken-geplagten Kinder und ich standen in sicherer Entfernung im Nachbarhof und beobachteten, wie bei den Wespen das Chaos ausbrach. Der Kammerjäger nahm alles ganz gelassen und meinte, sie würden sich beruhigen, in ihr Nest zurückgehen und - wie die Daheimgebliebenen - dann ebenfalls an dem Puder sterben. Und bei aller Tierliebe - ich hoffe, er hat Recht. Wie gesagt, einzelne Exemplare: kein Ding. Aber monstergroß und in Scharen - nein danke.
Vorsichtshalber, falls es doch noch nicht alle erwischt haben sollte, ließ er mir einen Aufkleber mit seiner Nummer da: "Noel Buggy - Bug Buster - Pest Control Service" (and no, I´m not joking! :). Diesen durfte ich mir aber nicht einfach irgendwo hinlegen, sondern musste ihn unter seiner Aufsicht an die Innenseite der Küchenschranktür kleben, damit ich im Bedarfsfall auch wüsste, wo ich ihn finden würde. Nach dieser für irische Verhältnisse sehr effizienten Maßnahme ging er dann.
Jetzt heißt es Daumen drücken, dass es auch wirklich alle dahinstreckt. Eben habe ich schon vorsichtig ins Schlafzimmer gespäht und die Todeskämpfe auf der Fensterbank kurz verfolgt. Wie gesagt, irgendwie tun sie mir ja auch leid, aber das ist kein Zustand. Und nun ist trotz allem erstmal Zeit zum Mittagessen :)
Bis auf Weiteres grüßt euch eure mit weißem Insektenpuder gesprenkelte
Katze
Nun bin ich ja ein großes Mädschen, und einzelnen Exemplaren durchaus gewachsen - in den letzten Tagen habe ich mehrere Wespenfangtechniken perfektioniert. Wenn es kalt ist, sind sie träge und können sich nicht schnell bewegen, und man kann man sie einfach "abfischen". Zu diesem Zweck hatte ich ein großes Glas und eine meiner praktischen kleinen Gehaltsabrechnungen zum Abdecken desselben auf meinem Nachttisch. Aber mit dem war es heute morgen nicht mehr getan. Ich fasste mir also ein Herz, öffnete das Fenster, nahm die Stange aus der Verankerung und haute sie auf´s Vordach, so dass die Wespen nach allen Seiten davonstoben.
Eine solche Aktion um halb acht Uhr morgens am Samstag trägt nicht unbedingt zu meiner guten Laune bei, vor allem dann nicht, wenn ich am Vorabend auf einem rotweinseligen Team-Ausflug war. Nun gut, ich schloss alle Fenster, und legte mich wieder hin, um etwas Schlaf nachzuholen. Um zehn Uhr wurde ich geweckt - vom Summen einer Wespe, die anscheinend aus meinem Wandschrank direkt auf mich zuflog - ich schwöre euch, ich konnte genau ihren niederträchtigen Gesichtsausdruck sehen:
Kurz vor meinem schlafverklärten, angsterstarrten Gesicht drehte sie aber ab, um sich zu ihren inzwischen schon wieder 5 (!) Kumpanen zu gesellen, die sich an der Netzgardine tummelten. "Es kann nicht wahr sein!", dachte ich entnervt, "wie sind die denn jetzt bitte hier reingekommen?!" Damit war immerhin bewiesen, dass sie irgendwie Zugang zum Inneren des Hauses haben mussten. Ich hatte die Lüftungsschächte in Verdacht, konnte aber nichts entsprechendes beobachten.
Als ich beim Frühstück kurz die Heizung andrehte, wachten sie erst richtig auf, summten ärgerlich und knallten mit ihren Chitinpanzern aufgeregt gegen das Fensterglas. Zeit zum Handeln. So gut es ging beseitigte ich inmitten des Wespengetümmels die allerschlimmste Unordnung, zog mich an und machte mich auf den Weg nach nebenan zu meinen Vermietern - sehr praktisch, sie so nah dran zu haben. Axel und ich waren letztes Wochenende ja bei ihnen zum Essen, was sehr nett war, und es auch etwas leichter machte, sich an sie zu wenden - ich bin ja bei sowas immer noch eher schüchtern. Da sie aber wirklich total auf meiner Wellenlänge sind, reagierten sie auch wie erwartet super.
Teresa, die Mum (sie haben 3 Kinder, ich glaube, ich habe auch schon mal darüber geschrieben), kam sofort mit mir rüber, um zu sehen, ob wir gemeinsam das Nest finden konnten. And sure enough we did, or rather: she did. Als ich gerade dabei war, die Haustür aufzuschließen, sagte sie aufgeregt, "Oh hold on, I can see them!" und deutete auf eine Öffnung oben in der Hauswand. Wir standen beide mit dem Kopf im Nacken und dem Rohr im Visir da und tatsächlich! Da gingen sie ein und aus. Und innerhalb von 3 Minuten waren es bestimmt hundert! "Okay", sagte Teresa grimmig, "I´m gonna call someone NOW". Ich war echt dankbar, dass sie die Sache in die Hand nahm, denn sicher hätte ich das irgendwie auch hingekriegt, aber so war es natürlich angenehmer.
In Deutschland sind Wespen ja geschützt und man muss den NABU rufen, dessen Wespenbeauftragter dann kommt und das Nest abtransportiert. Axel und ich haben da ein reiches Erfahrungsreservoir, denn vor zwei Jahren hatten sich die Wespen in einem Sack Blumenerde auf seinem Balkon angesiedelt. Daher wusste ich auch, dass die Nester in großer Geschwindigkeit wachsen und zum Schluß schon mal um die 3000 Individuen umfassen können. Auch die Jahreszeit kam genau hin: Oft starten sie nämlich im April und sind dann noch sehr schüchtern, weil ihr kleiner Staat insgesamt nur 10 Personen + Königin umfasst - da können sie sich den Verlust eines Arbeiters nicht leisten und müssen vorsichtig sein. Wenn sie aber einigermaßen viele sind, schwärmen sie aus, und das ist meistens Ende Juni, Anfang Juli der Fall. So jedenfalls Axel, der durch die Nest-auf-Balkon-Erfahrung zum Wespenexperten geworden ist. Daher auch seine dringliche Warnung per SMS gestern Abend, die als (reißerische ;) Überschrift dieses Posts dient.
Naja, gut, Wespenschutz in DE ist eine Sache, Wespenbeseitigung in Irland eine andere. Der von Teresa gerufene Kammerjäger kam recht schnell und ging als erstes in mein Schlafzimmer, um sich ein Bild der Lage zu machen. Die Netzgardine dort war inzwischen nicht mehr weiß, sondern schwarz-weiß getupft und lebendig. Selbst der Kammerjäger gab zu, dass es ungewöhnlich große Exemplare waren, nahm lässig eine Insektensprayflasche aus seiner Kitteltasche und sprühte das ganze Fenster damit ein. Es war mir gerade noch gelungen, einen Teil meines Bettzeugs wegzunehmen, bevor er mein Schlafzimmer in einen giftigen Nebel hüllte - noch jetzt riecht hier alles chemisch. Na gut, werde ich wohl alles einmal waschen und putzen müssen, bevor ich da wieder schlafe. Zum Glück habe ich ja mein Gästezimmer, in dem ich vorrübergehend Quartier aufschlagen kann.
Mit dem Sprayen war die eigentliche Arbeit natürlch noch nicht getan, denn außen summten die Wespen nach wie vor und gingen ihrem Tagesgeschäft nach. Irgendwie mussten sie sich jedenfalls von der Öffnung in der Hauswand in meinen Wandschrank (= hot press, der Ort, an dem sich in irischen Häusern der Wassertank befindet und an dem man seine Handtücher ablegt, weil sie dann schön warm sind, wenn man sie rausnimmt)durchgebissen haben. Der Kammerjäger holte sein Equipment und begann, eine lange Spritze zusammenzuschrauben, mit deren Hilfe er dann Insektizid-Puder in das Nest pumpte. Teresa, Ronan, ihre zur Zeit Windpocken-geplagten Kinder und ich standen in sicherer Entfernung im Nachbarhof und beobachteten, wie bei den Wespen das Chaos ausbrach. Der Kammerjäger nahm alles ganz gelassen und meinte, sie würden sich beruhigen, in ihr Nest zurückgehen und - wie die Daheimgebliebenen - dann ebenfalls an dem Puder sterben. Und bei aller Tierliebe - ich hoffe, er hat Recht. Wie gesagt, einzelne Exemplare: kein Ding. Aber monstergroß und in Scharen - nein danke.
Vorsichtshalber, falls es doch noch nicht alle erwischt haben sollte, ließ er mir einen Aufkleber mit seiner Nummer da: "Noel Buggy - Bug Buster - Pest Control Service" (and no, I´m not joking! :). Diesen durfte ich mir aber nicht einfach irgendwo hinlegen, sondern musste ihn unter seiner Aufsicht an die Innenseite der Küchenschranktür kleben, damit ich im Bedarfsfall auch wüsste, wo ich ihn finden würde. Nach dieser für irische Verhältnisse sehr effizienten Maßnahme ging er dann.
Jetzt heißt es Daumen drücken, dass es auch wirklich alle dahinstreckt. Eben habe ich schon vorsichtig ins Schlafzimmer gespäht und die Todeskämpfe auf der Fensterbank kurz verfolgt. Wie gesagt, irgendwie tun sie mir ja auch leid, aber das ist kein Zustand. Und nun ist trotz allem erstmal Zeit zum Mittagessen :)
Bis auf Weiteres grüßt euch eure mit weißem Insektenpuder gesprenkelte
Katze
Montag, 29. Juni 2009
Von schönen Orten in der weiten Welt
Ha, habt schon gedacht, ich schaff es wieder nicht, was? Tjahaa, falsch gedacht! Ich war nur out, um mit massivem Fotomaterial wiederzukommen! :)
Gerade bin ich aus Connemara vom Kurztrip mit Papa wiedergekommen. Rundum gelungene Angelegenheit! Wir hatten unglaubliches Glück mit dem Wetter - auf dem Hinweg ging zwar ein Platzregen nieder, aber davon ließen wir uns nicht einschüchtern. Schließlich waren wir kurz vorher schon fast mit der Dubliner Straßenbahn kollidiert, da können einen auch faustgroße Regentropfen nicht mehr einschüchtern :)
Trotz aller Gefahren kamen wir wohlbehalten in Clifden an. Dort wollten wir noch eine schöne Flasche Rotwein als nightcap kaufen, aber leider war es schon viertel nach 10, weswegen es keinen Alkohol mehr zu kaufen gibt - ach, die wunderbare glasklare Logik der irischen Gesetze! Vor 10 wird man selbstverständlich nicht betrunken, aber ab dann, DING-DONG, setzt sofort ein state of intoxication ein, dem niemand mehr Herr werden kann... Das einzige, was hilft, ist ein schönes klares Verbot. Dear God ...! Anyway. End of rant.
- - Ich bin froh, noch mal daran erinnert worden zu sein, was für ein atemberaubend schönes Land Irland ist. Leider geht das allzu schnell im Alltag und zwischen grauen Büroblöcken in Dublin unter... Aber das wiederbelebte Wissen, welche Schönheit da direkt vor meiner Haustür liegt, wird mich hoffentlich zu mehr kleinen Trips am Wochenende animieren. Hier erstmal die Fotos von diesem:
Seufz! Viel zu kurz, aber eine sehr, sehr schöne Erinnerung! Nach dem Papa Axel via Skype mitgeteilt hatte, hier sei nun ein anderer Mann und er brauche nicht wiederkommen, :) hier nun aber auch noch Fotos von meinem letzten Wochenende in Hamburg, damit nicht die Vorstellung aufkommt, da sei ein Ungleichgewicht ausgebrochen :)
Auch hier wieder herrliches Wetter und Axels schöne Idee, mit der S-Bahn nach Stade rauszufahren. Sehr niedlich, und schön, durch´s Alte Land zu fahren und zur Abwechslung mal über weite Felder zu blicken. Stade selbst gefiel mir sehr, ähnelt Lüneburg in a way. Wunderschönes, altes Fachwerk, massive Kirchen, die mich an die Beschreibungen derjenigen in Rerik in Sansibar oder der letzte Grund erinnerten. Am Anfang der Bilderserie auch mein neues Netbook (allgemein nur "das Baby" genannt)sowie der neu erworbene coffee grinder :)
Wenn es eine "nützliche" Komponente in einer Fernbeziehung gibt, dann ist es vielleicht, dass man lernt, sehr kurze Zeit sehr intensiv zu genießen. An diesem Wochenende und auch an dem in Stade erfolgreich angewandte Taktik. Nächstes Wochenende ergibt sich auch gleich wieder Gelegenheit dazu, da Axel dann wieder hier ist.
Aber vorher habe ich ja noch Fotos und sogar Videos von unserem letzten gemeinsamen Wochenende hier, an dem wir zufällig in das geniale Soul Festival gerieten. Da sich die aber auf meinem Arbeitslaptop befinden, und die Wahrscheinlichkeit, dass ich den heute noch mal öffne, sehr gering ist, werde ich mich erstmal zurückhalten und nicht mein ganzes Pulver auf einmal verschießen :)
Zum Abschluss noch eine nette Anekdote von der kleinen Insel: Im Zuge einer kleinen Shopping-Tour in Clifden verschlug es mich auch in einen Health Shop, wo ich zu meinem Entzücken die Baby-Weleda-Produkte fand, die ich so gerne benutze, die es hier aber nur selten zu kaufen gibt. Ich kam mit der Besitzerin ins Gespräch und als ich schon im Begriff war zu gehen, bot sie mir noch an, eine der am Eingang ausgelegten Zeitschriften mitzunehmen. Ich warf einen Blick darauf und stellte überrascht fest, dass ich bereits eine Ausgabe dieser Zeitschrift hatte: Der Typ, der die Werbung dafür macht, ist in meinem Yoga-Kurs und bringt uns immer Freiexemplare mit. Wir amüsierten uns sehr über diesen Zufall und über die Idee, wie klein die Insel doch ist :)
Damit genug für heute, und liebe Grüße an euch alle!
und behaglich schnurrend drehte die Katze sich drei Mal im Kreis, um sich dann hinzulegen...
Gerade bin ich aus Connemara vom Kurztrip mit Papa wiedergekommen. Rundum gelungene Angelegenheit! Wir hatten unglaubliches Glück mit dem Wetter - auf dem Hinweg ging zwar ein Platzregen nieder, aber davon ließen wir uns nicht einschüchtern. Schließlich waren wir kurz vorher schon fast mit der Dubliner Straßenbahn kollidiert, da können einen auch faustgroße Regentropfen nicht mehr einschüchtern :)
Trotz aller Gefahren kamen wir wohlbehalten in Clifden an. Dort wollten wir noch eine schöne Flasche Rotwein als nightcap kaufen, aber leider war es schon viertel nach 10, weswegen es keinen Alkohol mehr zu kaufen gibt - ach, die wunderbare glasklare Logik der irischen Gesetze! Vor 10 wird man selbstverständlich nicht betrunken, aber ab dann, DING-DONG, setzt sofort ein state of intoxication ein, dem niemand mehr Herr werden kann... Das einzige, was hilft, ist ein schönes klares Verbot. Dear God ...! Anyway. End of rant.
- - Ich bin froh, noch mal daran erinnert worden zu sein, was für ein atemberaubend schönes Land Irland ist. Leider geht das allzu schnell im Alltag und zwischen grauen Büroblöcken in Dublin unter... Aber das wiederbelebte Wissen, welche Schönheit da direkt vor meiner Haustür liegt, wird mich hoffentlich zu mehr kleinen Trips am Wochenende animieren. Hier erstmal die Fotos von diesem:
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| Connemara |
Seufz! Viel zu kurz, aber eine sehr, sehr schöne Erinnerung! Nach dem Papa Axel via Skype mitgeteilt hatte, hier sei nun ein anderer Mann und er brauche nicht wiederkommen, :) hier nun aber auch noch Fotos von meinem letzten Wochenende in Hamburg, damit nicht die Vorstellung aufkommt, da sei ein Ungleichgewicht ausgebrochen :)
Auch hier wieder herrliches Wetter und Axels schöne Idee, mit der S-Bahn nach Stade rauszufahren. Sehr niedlich, und schön, durch´s Alte Land zu fahren und zur Abwechslung mal über weite Felder zu blicken. Stade selbst gefiel mir sehr, ähnelt Lüneburg in a way. Wunderschönes, altes Fachwerk, massive Kirchen, die mich an die Beschreibungen derjenigen in Rerik in Sansibar oder der letzte Grund erinnerten. Am Anfang der Bilderserie auch mein neues Netbook (allgemein nur "das Baby" genannt)sowie der neu erworbene coffee grinder :)
Wenn es eine "nützliche" Komponente in einer Fernbeziehung gibt, dann ist es vielleicht, dass man lernt, sehr kurze Zeit sehr intensiv zu genießen. An diesem Wochenende und auch an dem in Stade erfolgreich angewandte Taktik. Nächstes Wochenende ergibt sich auch gleich wieder Gelegenheit dazu, da Axel dann wieder hier ist.
Aber vorher habe ich ja noch Fotos und sogar Videos von unserem letzten gemeinsamen Wochenende hier, an dem wir zufällig in das geniale Soul Festival gerieten. Da sich die aber auf meinem Arbeitslaptop befinden, und die Wahrscheinlichkeit, dass ich den heute noch mal öffne, sehr gering ist, werde ich mich erstmal zurückhalten und nicht mein ganzes Pulver auf einmal verschießen :)
Zum Abschluss noch eine nette Anekdote von der kleinen Insel: Im Zuge einer kleinen Shopping-Tour in Clifden verschlug es mich auch in einen Health Shop, wo ich zu meinem Entzücken die Baby-Weleda-Produkte fand, die ich so gerne benutze, die es hier aber nur selten zu kaufen gibt. Ich kam mit der Besitzerin ins Gespräch und als ich schon im Begriff war zu gehen, bot sie mir noch an, eine der am Eingang ausgelegten Zeitschriften mitzunehmen. Ich warf einen Blick darauf und stellte überrascht fest, dass ich bereits eine Ausgabe dieser Zeitschrift hatte: Der Typ, der die Werbung dafür macht, ist in meinem Yoga-Kurs und bringt uns immer Freiexemplare mit. Wir amüsierten uns sehr über diesen Zufall und über die Idee, wie klein die Insel doch ist :)
Damit genug für heute, und liebe Grüße an euch alle!
und behaglich schnurrend drehte die Katze sich drei Mal im Kreis, um sich dann hinzulegen...
Mittwoch, 10. Juni 2009
Die schönen Dinge des Lebens
Was gibt es besseres als einen Regenbogen auf dem Heimweg und ein abgöttisch süßes Baby, um einen von manchen bereits tot geglaubten Blog wiederzubeleben?!
Auf meinem Heimweg heute regnete es in Strömen und gleichzeitig schien golden die Sonne, und ich hielt schon ganz bewusst Ausschau nach einem Regenbogen, denn diese Kombination war einfach prädestiniert, einen hervorzubringen. Und tatsächlich: auf halbem Weg, als das Gasworks den Blick auf einen dunkelgrauen Himmel freigab, war da der absolut prächtigste Regenbogen, einmal vollständig für mich über der Dublin Bay aufgespannt. I was very pleased!
Vom Regenbogen habe ich kein Foto (die lassen sich eh nicht einfangen), vom Baby, namentlich meinem kleinen Patenkind Malik, allerdings schon. Lasst das Kindchenschema so richtig wirken :)

Ach Gott, ich bin schon wieder ganz erschöpt von so viel süß-finden! :) Darum muss ich es für heute auch schon wieder damit bewenden lassen. Das eigentliche Problem ist, dass ich fast jeden Tag auch beruflich blogge, und dann abends keine Lust mehr habe, mir das gleiche Interface noch mal anzugucken... seufz. Das sind die wahren Probleme des 21. Jahrhunderts ;)
Aber das darf in Zukunft nicht gelten, habe ich doch jede Menge Bilder von diversen Unternehmungen, die gezeigt werden wollen, und natürlich auch kommentiert werden. Und es kommen noch mehr hinzu: Ende des Monats gibt es Papa-Besuch und wir fahren an die Westküste, Ende Juli geht´s nach Fehmarn zu Anne, Stefan und Malik und dann ist es schon bald so weit und es heißt...
Aber bis dahin ist noch genug Zeit, und für diesen Abend ist erstmal dem Zweck Genüge getan: euch zu versichern, dass ich entgegen aller Annahmen noch lebe, mein Job noch nicht von der Krise erfasst wurde und es mir gut geht.
Es maunzt freudig
eure Katze
Auf meinem Heimweg heute regnete es in Strömen und gleichzeitig schien golden die Sonne, und ich hielt schon ganz bewusst Ausschau nach einem Regenbogen, denn diese Kombination war einfach prädestiniert, einen hervorzubringen. Und tatsächlich: auf halbem Weg, als das Gasworks den Blick auf einen dunkelgrauen Himmel freigab, war da der absolut prächtigste Regenbogen, einmal vollständig für mich über der Dublin Bay aufgespannt. I was very pleased!
Vom Regenbogen habe ich kein Foto (die lassen sich eh nicht einfangen), vom Baby, namentlich meinem kleinen Patenkind Malik, allerdings schon. Lasst das Kindchenschema so richtig wirken :)

Noch nicht mal zwei Monate und schon neugierig unterwegs!
Wohlgemerkt auf einer von mir höchst-selbst-individuell genähten Krabbeldecke :)
Wohlgemerkt auf einer von mir höchst-selbst-individuell genähten Krabbeldecke :)
Ach Gott, ich bin schon wieder ganz erschöpt von so viel süß-finden! :) Darum muss ich es für heute auch schon wieder damit bewenden lassen. Das eigentliche Problem ist, dass ich fast jeden Tag auch beruflich blogge, und dann abends keine Lust mehr habe, mir das gleiche Interface noch mal anzugucken... seufz. Das sind die wahren Probleme des 21. Jahrhunderts ;)
Aber das darf in Zukunft nicht gelten, habe ich doch jede Menge Bilder von diversen Unternehmungen, die gezeigt werden wollen, und natürlich auch kommentiert werden. Und es kommen noch mehr hinzu: Ende des Monats gibt es Papa-Besuch und wir fahren an die Westküste, Ende Juli geht´s nach Fehmarn zu Anne, Stefan und Malik und dann ist es schon bald so weit und es heißt...
Aber bis dahin ist noch genug Zeit, und für diesen Abend ist erstmal dem Zweck Genüge getan: euch zu versichern, dass ich entgegen aller Annahmen noch lebe, mein Job noch nicht von der Krise erfasst wurde und es mir gut geht.
Es maunzt freudig
eure Katze
Dienstag, 17. Februar 2009
First Weekend in the New Home
Hallo meine Lieben,
nachdem ich nun halbwegs von meiner Einstandserkältung genesen bin, hier ein paar Eindrücke von meinem letzten Wochenende im neuen Haus.
Ich hoffe, euch allen geht es gut und eure Pläne für´s Jahr nehmen Gestalt an. Meine großen Projekte in der nächsten Zeit bestehen darin, einen Internet-Anschluß für das neue Haus zu bewerkstelligen und meine Icebreaker-Rede bei den Toastmasters zu halten.
Darüber dann demnächst mehr, sowie auch noch über die beim Umzug live erlebten Mentalitätsunterschiede zwischen Deutschen und Iren :)
Es schnurrt behaglich
eure Katze
nachdem ich nun halbwegs von meiner Einstandserkältung genesen bin, hier ein paar Eindrücke von meinem letzten Wochenende im neuen Haus.
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| First Sunday in the New Home |
Ich hoffe, euch allen geht es gut und eure Pläne für´s Jahr nehmen Gestalt an. Meine großen Projekte in der nächsten Zeit bestehen darin, einen Internet-Anschluß für das neue Haus zu bewerkstelligen und meine Icebreaker-Rede bei den Toastmasters zu halten.
Darüber dann demnächst mehr, sowie auch noch über die beim Umzug live erlebten Mentalitätsunterschiede zwischen Deutschen und Iren :)
Es schnurrt behaglich
eure Katze
Donnerstag, 5. Februar 2009
Neues Heim 2009
Meine Lieben,
die Wohnungsodyssee, von der ich letztes Mal an dieser Stelle berichtet habe, dauerte zwar noch an, hat aber zu einem überaus beglückenden Ende gefunden.
Heute habe ich meinen Mietvertrag unterschrieben und bin nun stolze Bewohnerin eines kleinen Reihenhauses in Sandymount. So wie die alte Bleibe ist dieses Kleinod nur 10 Gehminuten von Google entfernt, aber der Unterschied ist ein himmelweiter!
Wo Gallery Quay zwar schick, aber auch kühl und unnahrbar war, ist dieses von außen sehr unscheinbare Haus das Heim, nach dem ich mich hier ein Jahr vergeblich gesehnt habe. Ganz abgesehen davon, dass ich den totalen Platzkoller kriegen werde, ist es auch einfach ein zu Hause, in dem ich mal wieder mehr bei mir ankommen kann. Doch was rede ich, ihr wollt doch eh alle Fotos sehen, stimmts? Also, here we go:
Na, zu viel versprochen? Ich denke nicht! Ich denke, da kann man "Glück gehabt" sagen. Es sei denn, es stellt sich noch heraus, daß es haunted ist, eine von vielen Theorien meiner Kollegen für den für Dubliner Verhältnisse unglaublich niedrigen Preis von 850 € Monatsmiete.
Die Familie, die es vermietet, wohnt gleich nebenan und scheint mir sehr nett und wenig posh zu sein. Nach typischer, gründlicher und effektiver deutscher Recherche wusste ich weitaus mehr über irisches Mietracht als sie hatte ich den Eindruck. Jedenfalls denke ich nicht, dass wir groß aneinandergeraten werden - ich kann zahlen, und solange das so ist, wird das Verhältnis wohl ein harmonisches sein.
Allerdings sind sie auch sehr zuvorkommend - heute konnten sie zum Beispiel nicht ganz früh da sein und haben mir einfach den Schlüssel stecken lassen! Ein Zeichen dafür, dass es sich um eine sichere Gegend (und einigermaßen relaxte Leute)handelt und dafür, dass sie mir offenbar vertrauen.
Als ich ankam, bin ich erstmal in einem Adrenalinschwall von Raum zu Raum geschwommen und habe mit fiebriger Begierde fotografiert - fühlte sich ungefähr so an, wie zu viele Süßigkeiten bei einer 6jährigen. Ein bisschen hatte ich ja Angst gehabt, es sei doch alles gar nicht so toll, wie ich es in Erinnerung hatte, aber die Realität hat es dann noch dadurch übertroffen, dass sogar die Bücherregale und der kleine Tisch neben ihnen vorhanden sind, Möbel, die ich gar nicht mehr auf dem Radar hatte!
Und wenn man bedenkt, was die mir für Bruchbuden angboten haben! Mit wieder abgezogenen Stickern auf den Möbeln, die weiße Klebefläche noch vorhanden. Mit schimmligen Duschen und zugequartzten Gardinen, und das auch für 800 € im Monat. Das Warten, auch wenn es mir besonders schwerfällt, lohnt sich also doch.
Da bleibt jetzt nur noch eine Frage offen: wer weiht das Gästezimmer ein? :)
Es grüßt euch herzlich
eure Katze - "happy doesn´t even begin to cover it".
die Wohnungsodyssee, von der ich letztes Mal an dieser Stelle berichtet habe, dauerte zwar noch an, hat aber zu einem überaus beglückenden Ende gefunden.
Heute habe ich meinen Mietvertrag unterschrieben und bin nun stolze Bewohnerin eines kleinen Reihenhauses in Sandymount. So wie die alte Bleibe ist dieses Kleinod nur 10 Gehminuten von Google entfernt, aber der Unterschied ist ein himmelweiter!
Wo Gallery Quay zwar schick, aber auch kühl und unnahrbar war, ist dieses von außen sehr unscheinbare Haus das Heim, nach dem ich mich hier ein Jahr vergeblich gesehnt habe. Ganz abgesehen davon, dass ich den totalen Platzkoller kriegen werde, ist es auch einfach ein zu Hause, in dem ich mal wieder mehr bei mir ankommen kann. Doch was rede ich, ihr wollt doch eh alle Fotos sehen, stimmts? Also, here we go:
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| New Home |
Na, zu viel versprochen? Ich denke nicht! Ich denke, da kann man "Glück gehabt" sagen. Es sei denn, es stellt sich noch heraus, daß es haunted ist, eine von vielen Theorien meiner Kollegen für den für Dubliner Verhältnisse unglaublich niedrigen Preis von 850 € Monatsmiete.
Die Familie, die es vermietet, wohnt gleich nebenan und scheint mir sehr nett und wenig posh zu sein. Nach typischer, gründlicher und effektiver deutscher Recherche wusste ich weitaus mehr über irisches Mietracht als sie hatte ich den Eindruck. Jedenfalls denke ich nicht, dass wir groß aneinandergeraten werden - ich kann zahlen, und solange das so ist, wird das Verhältnis wohl ein harmonisches sein.
Allerdings sind sie auch sehr zuvorkommend - heute konnten sie zum Beispiel nicht ganz früh da sein und haben mir einfach den Schlüssel stecken lassen! Ein Zeichen dafür, dass es sich um eine sichere Gegend (und einigermaßen relaxte Leute)handelt und dafür, dass sie mir offenbar vertrauen.
Als ich ankam, bin ich erstmal in einem Adrenalinschwall von Raum zu Raum geschwommen und habe mit fiebriger Begierde fotografiert - fühlte sich ungefähr so an, wie zu viele Süßigkeiten bei einer 6jährigen. Ein bisschen hatte ich ja Angst gehabt, es sei doch alles gar nicht so toll, wie ich es in Erinnerung hatte, aber die Realität hat es dann noch dadurch übertroffen, dass sogar die Bücherregale und der kleine Tisch neben ihnen vorhanden sind, Möbel, die ich gar nicht mehr auf dem Radar hatte!
Und wenn man bedenkt, was die mir für Bruchbuden angboten haben! Mit wieder abgezogenen Stickern auf den Möbeln, die weiße Klebefläche noch vorhanden. Mit schimmligen Duschen und zugequartzten Gardinen, und das auch für 800 € im Monat. Das Warten, auch wenn es mir besonders schwerfällt, lohnt sich also doch.
Da bleibt jetzt nur noch eine Frage offen: wer weiht das Gästezimmer ein? :)
Es grüßt euch herzlich
eure Katze - "happy doesn´t even begin to cover it".
Freitag, 23. Januar 2009
Wohnungssuche
Also, ich hatte da an sowas gedacht... aber die Realität sieht leider etwas anders aus :)
Bisher habe ich mir zwei Wohnungen angesehen, die erste in Rathmines (ca. 30 Min. mit dem Fahrrad von Google), die zweite in Ballsbridge (ca. 15 Minuten laufen). Die erste war einfach nur deprimierend:
Ein düsteres Schlafzimmer, in dem ein Stromkabel aus der Wand hing, zu dem der Landlord gelangweilt meinte, och ja, da müsse man noch mal was anschließen... Zudem war das Fenster so hoch, dass sich der Eindruck der Gefängniszelle noch verstärkte, und es ging auf eine abgewrackte Wand raus. In der Küche war der Schimmelbefall geschickt hinter einer Wandvertäfelung versteckt worden, und überall war greulicher Teppichboden. Und...und...an den Türen war die Farbe abgeplatzt, und draußen regnete es, und ich war ganz allein. Und all das für 780 € Monatsmiete.
Nein, war ich natürlich nicht, und sooo schlimm war es nicht, glaubt mir, die Standards hier sind noch ganz anders. Immerhin brachte mich der Landlord mit dem Auto zur Arbeit zurück, was ich sehr nett fand. Während der Fahrt rief seine Frau an, die ganz heiß darauf gewesen war, mich als Mieterin zu haben (die Worte "I´m working at Google." wirken sehr gut musste ich feststellen). Sie wollte wissen, wie es gelaufen war, und natürlich konnte er vor mir nicht wirklich reden, also druckste er herum und ich musste mir das Lachen verkneifen - der arme Kerl, er war mit der Ausführung ihrer Befehle leicht überfordert.
Heute habe ich dann eine in Ballsbridge angesehen, dem Stadtteil, in dem ich ganz zu Anfang gewohnt habe, als Google die Unterkunft stellte. Nette Gegend, es gibt tatsächlich Bäume, die ganzen Botschaften und einige altehrwürdige Hotels sind da und es ist wie gesagt nur ein kurzer Fußmarsch zur Arbeit. Das Studio Apartment (unter dem sich unsereins ja ein lichtdurchflutetes bohèmehaftes, mit Oberlichtern versehenes Quartier über den Dächern von Paris vorstellt, mit Künstlertyp vor Staffelei und seiner leicht bekleideten Muse, die ihm Kaffee kocht, wenn sie ihm nicht gerade Modell sitzt...) war ungefähr 14 Quadratmeter groß, und für läppische 760€ zu haben. Man muss sagen, dass es eigentlich ganz liebevoll eingerichtet war, einen schönen Holzfußboden hatte, aber leider keinen Schrank und einen gibbeligen alten Herd. Und die Waschmaschine und der Trockner standen draußen, im Hof, unter so ner Überdachung! Das war mir völlig suspekt, aber nicht sooo schlimm, wie es sich jetzt anhört. Ginge schon, da zu wohnen, aber es ist noch früh zum Gucken - hier ist es ja mehr so: Man kommt, sieht, zahlt und zieht ein - alles innerhalb von 2 Wochen.
Da ich aber noch keine Erfahrung habe, gucke ich mir jetzt allerlei an, denn man muss ja erstmal ein Gefühl dafür entwickeln, was so zu haben ist und ob man nicht gerade über´s Ohr gehauen wird. Morgen sehe ich einige in der 800 bis 850 €-Liga, was dann auch die Grenze des Budgets darstellt. Mein Traum (und ein gar nicht mal so unrealistischer) ist ja immer noch ein Kamin - wir werden sehen.
Ach, und da wir ja hier bei Google lernen "follow-ups sind Pflicht", noch ein paar Sätze zu dem Toastmasters-Treffen. Die Gruppe, die sich jeden Dienstag trifft, besteht aus einer handvoll älterer Herrschaften, die auf sehr liebenswürdige Weise schrullig sind. Dazu kommen dann eine Reihe jüngerer Leute, die aus ganz verschiedenen Beweggründen da sind, die meisten aber glaube ich wg. des freien Sprechens im Beruf. Es war eine sehr wohlwollende und nette Atmosphäre, und ich könnte mir gut vorstellen, dass es mir da leichter fällt, vor allen zu sprechen, als in Trainings oder auf der Arbeit. Werde wohl weiter hingehen, und auch daher wäre eine Wohnung in Ballsbridge ziemlich gut geeignet.
Also meine Lieben, drückt mir die Daumen - vielleicht finde ich ja schon die nächsten Tage was!
Es grüßt euch herzlich
eure Katze
Bisher habe ich mir zwei Wohnungen angesehen, die erste in Rathmines (ca. 30 Min. mit dem Fahrrad von Google), die zweite in Ballsbridge (ca. 15 Minuten laufen). Die erste war einfach nur deprimierend:
Ein düsteres Schlafzimmer, in dem ein Stromkabel aus der Wand hing, zu dem der Landlord gelangweilt meinte, och ja, da müsse man noch mal was anschließen... Zudem war das Fenster so hoch, dass sich der Eindruck der Gefängniszelle noch verstärkte, und es ging auf eine abgewrackte Wand raus. In der Küche war der Schimmelbefall geschickt hinter einer Wandvertäfelung versteckt worden, und überall war greulicher Teppichboden. Und...und...an den Türen war die Farbe abgeplatzt, und draußen regnete es, und ich war ganz allein. Und all das für 780 € Monatsmiete.
Nein, war ich natürlich nicht, und sooo schlimm war es nicht, glaubt mir, die Standards hier sind noch ganz anders. Immerhin brachte mich der Landlord mit dem Auto zur Arbeit zurück, was ich sehr nett fand. Während der Fahrt rief seine Frau an, die ganz heiß darauf gewesen war, mich als Mieterin zu haben (die Worte "I´m working at Google." wirken sehr gut musste ich feststellen). Sie wollte wissen, wie es gelaufen war, und natürlich konnte er vor mir nicht wirklich reden, also druckste er herum und ich musste mir das Lachen verkneifen - der arme Kerl, er war mit der Ausführung ihrer Befehle leicht überfordert.
Heute habe ich dann eine in Ballsbridge angesehen, dem Stadtteil, in dem ich ganz zu Anfang gewohnt habe, als Google die Unterkunft stellte. Nette Gegend, es gibt tatsächlich Bäume, die ganzen Botschaften und einige altehrwürdige Hotels sind da und es ist wie gesagt nur ein kurzer Fußmarsch zur Arbeit. Das Studio Apartment (unter dem sich unsereins ja ein lichtdurchflutetes bohèmehaftes, mit Oberlichtern versehenes Quartier über den Dächern von Paris vorstellt, mit Künstlertyp vor Staffelei und seiner leicht bekleideten Muse, die ihm Kaffee kocht, wenn sie ihm nicht gerade Modell sitzt...) war ungefähr 14 Quadratmeter groß, und für läppische 760€ zu haben. Man muss sagen, dass es eigentlich ganz liebevoll eingerichtet war, einen schönen Holzfußboden hatte, aber leider keinen Schrank und einen gibbeligen alten Herd. Und die Waschmaschine und der Trockner standen draußen, im Hof, unter so ner Überdachung! Das war mir völlig suspekt, aber nicht sooo schlimm, wie es sich jetzt anhört. Ginge schon, da zu wohnen, aber es ist noch früh zum Gucken - hier ist es ja mehr so: Man kommt, sieht, zahlt und zieht ein - alles innerhalb von 2 Wochen.
Da ich aber noch keine Erfahrung habe, gucke ich mir jetzt allerlei an, denn man muss ja erstmal ein Gefühl dafür entwickeln, was so zu haben ist und ob man nicht gerade über´s Ohr gehauen wird. Morgen sehe ich einige in der 800 bis 850 €-Liga, was dann auch die Grenze des Budgets darstellt. Mein Traum (und ein gar nicht mal so unrealistischer) ist ja immer noch ein Kamin - wir werden sehen.
Ach, und da wir ja hier bei Google lernen "follow-ups sind Pflicht", noch ein paar Sätze zu dem Toastmasters-Treffen. Die Gruppe, die sich jeden Dienstag trifft, besteht aus einer handvoll älterer Herrschaften, die auf sehr liebenswürdige Weise schrullig sind. Dazu kommen dann eine Reihe jüngerer Leute, die aus ganz verschiedenen Beweggründen da sind, die meisten aber glaube ich wg. des freien Sprechens im Beruf. Es war eine sehr wohlwollende und nette Atmosphäre, und ich könnte mir gut vorstellen, dass es mir da leichter fällt, vor allen zu sprechen, als in Trainings oder auf der Arbeit. Werde wohl weiter hingehen, und auch daher wäre eine Wohnung in Ballsbridge ziemlich gut geeignet.
Also meine Lieben, drückt mir die Daumen - vielleicht finde ich ja schon die nächsten Tage was!
Es grüßt euch herzlich
eure Katze
Mittwoch, 21. Januar 2009
Hallo meine Lieben,
heute will ich mal kurz berichten, was bei mir so läuft, wenn ich mich gerade nicht in Traumwelten mit Mr. Darcy flüchte - Colin Firth hasst die Rolle zwar inzwischen, oder hat die Phase des Hasses inzwischen schon hinter sich, aber das wird leider gar nichts daran ändern, dass er Strohwitwen wie mir immer wieder zu schönen Abenden verhilft. Dank Youtube könnt ihr euch selbst von seinen Qualitäten überzeugen:
Mein ganz persönlicher real-life Mr. Darcy war letztes Wochenende wieder mal hier. Leider ging sein Flug erst sehr spät, und kam wegen eines typisch irischen Unwetters noch später an als geplant, so dass er erst gegen sieben am Samstag hier war. So blieb uns eigentlich nur der Sonntag, aber an dem haben wir es uns dann auch richtig gut gehen lassen.
Nach einem späten Frühstück haben wir uns erstmal in die Nationalgalerie (die ich sehr liebe) aufgemacht und uns dort eine Ausstellung über Hugh Douglas Hamilton zu Gemüte geführt. Interessant waren die vielen `Kreise´, die sich für uns schlossen: Hamilton war ein großer Bewunderer Canovas, dessen Cupid & Psyche ich ja kürzlich im Louvre in Paris gesehen habe. Außerdem waren wir sehr stolz auf uns, als wir in Erinnerung an Rom eine Kopie des Spinario wiedererkannten - das Original hatten wir in den Kapitolinischen Museen besichtigt.
William Turner war ja auch ein begeisterter Rom-Reisender - seine Aquarelle, die davon und von anderen Reisen und seiner Faszination mit dem südlichen Licht zeugen, waren ebenfalls zu sehen. Man konnte richtig nachvollziehen, wie er sich vom Realistischen und Gegenständlichen abgewandt hat. Und der ganze Kunstgenuß wohlgemerkt kostenfrei. Mir gefiel auch, dass die Iren ihre Kinder mit in die Galerie nahmen - war zwar nicht leise oder besonders kontemplativ, aber dafür konnte ich viele Kleinkinder in entzückenden roten Wintermäntelchen beobachten. Bei einer Verschnaufpause im Millenium Wing (Foto oben) tickte die biologische mal wieder besonders laut, so dass Axel es sogar vorzog, mich in das ebenfalls nicht besonders genehme, aber immerhin unverfängliche Terrain des Shops zu verfrachten.
Ich liebe diesen Shop, fast so sehr die das Queen of Tarts, zu dem wir danach zu einem späten Mittagessen aufbrachen. Nach einer frisch zubereiteten Suppe aus "winter vegetables" gönnten wir uns ein Stück Pflaumenkuchen mit Schlagsahne, das die Speichelproduktion so ankurbelte, wie es sonst noch nicht mal Mr. Darcy vermag! Köstlich! Da war es gut, dass Montag endlich wieder Yoga anfing.
Gestern hatte ich dann auch einen sehr ereignisreichen Tag, weil ich erstens in der Mittagspause meine erste Wohnungsbesichtigung hatte, und zweitens am Abend Florian zu den Toastmasters begleitete. Zum Zweiten zuerst: Nein, mit Toastern hat das nix zu tun, sondern mit toast --> Rede. Aber ich merke schon, über diese Erfahrungen muss ich wohl am Wochenende berichten, denn gerade knurrt mir furchtbar der Magen, und es ist auch schon wieder viel zu spät.
Beschränke ich mich also auf einen lieben Gruß an euch alle
und danke denjenigen, die mir in letzter Zeit so liebe Briefe geschrieben haben.
Eure Katze
heute will ich mal kurz berichten, was bei mir so läuft, wenn ich mich gerade nicht in Traumwelten mit Mr. Darcy flüchte - Colin Firth hasst die Rolle zwar inzwischen, oder hat die Phase des Hasses inzwischen schon hinter sich, aber das wird leider gar nichts daran ändern, dass er Strohwitwen wie mir immer wieder zu schönen Abenden verhilft. Dank Youtube könnt ihr euch selbst von seinen Qualitäten überzeugen:
Mein ganz persönlicher real-life Mr. Darcy war letztes Wochenende wieder mal hier. Leider ging sein Flug erst sehr spät, und kam wegen eines typisch irischen Unwetters noch später an als geplant, so dass er erst gegen sieben am Samstag hier war. So blieb uns eigentlich nur der Sonntag, aber an dem haben wir es uns dann auch richtig gut gehen lassen.
Nach einem späten Frühstück haben wir uns erstmal in die Nationalgalerie (die ich sehr liebe) aufgemacht und uns dort eine Ausstellung über Hugh Douglas Hamilton zu Gemüte geführt. Interessant waren die vielen `Kreise´, die sich für uns schlossen: Hamilton war ein großer Bewunderer Canovas, dessen Cupid & Psyche ich ja kürzlich im Louvre in Paris gesehen habe. Außerdem waren wir sehr stolz auf uns, als wir in Erinnerung an Rom eine Kopie des Spinario wiedererkannten - das Original hatten wir in den Kapitolinischen Museen besichtigt.
William Turner war ja auch ein begeisterter Rom-Reisender - seine Aquarelle, die davon und von anderen Reisen und seiner Faszination mit dem südlichen Licht zeugen, waren ebenfalls zu sehen. Man konnte richtig nachvollziehen, wie er sich vom Realistischen und Gegenständlichen abgewandt hat. Und der ganze Kunstgenuß wohlgemerkt kostenfrei. Mir gefiel auch, dass die Iren ihre Kinder mit in die Galerie nahmen - war zwar nicht leise oder besonders kontemplativ, aber dafür konnte ich viele Kleinkinder in entzückenden roten Wintermäntelchen beobachten. Bei einer Verschnaufpause im Millenium Wing (Foto oben) tickte die biologische mal wieder besonders laut, so dass Axel es sogar vorzog, mich in das ebenfalls nicht besonders genehme, aber immerhin unverfängliche Terrain des Shops zu verfrachten.
Ich liebe diesen Shop, fast so sehr die das Queen of Tarts, zu dem wir danach zu einem späten Mittagessen aufbrachen. Nach einer frisch zubereiteten Suppe aus "winter vegetables" gönnten wir uns ein Stück Pflaumenkuchen mit Schlagsahne, das die Speichelproduktion so ankurbelte, wie es sonst noch nicht mal Mr. Darcy vermag! Köstlich! Da war es gut, dass Montag endlich wieder Yoga anfing.
Gestern hatte ich dann auch einen sehr ereignisreichen Tag, weil ich erstens in der Mittagspause meine erste Wohnungsbesichtigung hatte, und zweitens am Abend Florian zu den Toastmasters begleitete. Zum Zweiten zuerst: Nein, mit Toastern hat das nix zu tun, sondern mit toast --> Rede. Aber ich merke schon, über diese Erfahrungen muss ich wohl am Wochenende berichten, denn gerade knurrt mir furchtbar der Magen, und es ist auch schon wieder viel zu spät.
Beschränke ich mich also auf einen lieben Gruß an euch alle
und danke denjenigen, die mir in letzter Zeit so liebe Briefe geschrieben haben.
Eure Katze
Freitag, 16. Januar 2009
Donnerstag, 8. Januar 2009
Neues Jahr, neues Glück!
Meine Lieben,
frohes neues Jahr euch allen! Schon ist es wieder der 8. Januar, und daher setze ich gleich mal die die New Year´s resolution um, euch öfter mit Updates aus meinem asketischen Leben zu versorgen :)
Ich hoffe, euch ist es gut ergangen! Ich hatte ein paar schöne Tage in Hamburg und Bremen. Santa war dieses Jahr ganz besonders niedlich...

Und nicht nur war Santa niedlich, sondern auch äußerst großzügig: Viele neue Bücher (vor allem zu New York, denn dieses Jahr im September wollen Axel und ich Greg dort besuchen, der dort jetzt ja seinen Master in Urban Planning macht) und andere schöne Dinge. Das führte dazu, dass ich eine saftige Summe - 60 € - für Übergepäck berappen musste! Ich war empört, musste dann aber schnell in den sauren Apfel beißen, weil mein Handgepäck auch mindestens doppelt so schwer war wie erlaubt. Bevor sie also noch auf die Idee kamen, das wiegen zu wollen, marschierte ich lieber zähneknirschend zum Halsabschneider-Schalter und ließ mir das Geld aus der Tasche ziehen.
Jaa, schwere Taschen, wieder einmal ein Abschied schweren Herzens und voller schöner Erinnerungen. Besonders schön und vor allem entspannend waren die zwei Tage, die Axel und ich auf Fehmarn bei Anne und Stefan verbrachten, die wir über Silvester besuchten. Da Anne ja (mit meinem Patenkind :)) schwanger ist, war es ein ruhiges Silvester, und haargenau das, was ich mir gewünscht hatte: schön essen, paar Raketen, bißchen rumliegen, total verpeilt Bleigießen und dann herausfinden, dass man den Löffel tief über die Wasseroberfläche halten muss... was man natürlich vorher im Eifer des Gefechts nicht gelesen hat, obwohl es in fetter Schrift auf der Packung stand... wir hatten schon unseren Spaß. Es war auch herrlich, mal aus der Stadt raus zu sein, und das neue Jahr mit einem Strand-Spaziergang zu beginnen kann ich nur empfehlen. Ich lasse mal wieder die Bilder für sich sprechen:
Schöner hätte ich mir den Jahresanfang nicht wünschen können. Relativ bald danach musste ich dann auch schon zurück nach Gotham City fliegen, wo das Leben nun schon wieder fast seinen geordneten Gang geht. Noch fällt allen der unnatürliche Zustand des Arbeitens sehr schwer, und nur die Ausgabe des Weihnachts-Bonus (einem Google-Phone, das hier neben mir auf der Fensterbank vor sich hinläd und sogar bei dieser profanen Aufgabe ziemlich schick aussieht) konnte ein wenig Begeisterung wecken.
Auf den Weg zur Arbeit traf ich wieder meine "alte Freundin", eine junge Frau, bei der ich nicht umhin kann, sie insgeheim mit einer Klorolle zu assoziieren, und zwar, weil sie eine Mütze trägt, die unten mit so Rüschen versehen ist, genau wie einer von diesen gehäkelten Old School Klorollen-Versteckern für´s Auto! Die Frau ist echt ein Phänomen: Schnewittchenhaft gekleidet wippt sie zur Arbeit, und kommt mir abends um halb acht mit genau demselben Hupfdohlengang wieder entgegen.
Aber eine weitere New Year´s resolution sollte doch darin bestehen, nicht immer über alle so gemein zu denken - darum Schluß mit der Lästerei :)
Es ist auch schon wieder spät, und ich muss demnächst auch mal den Tag ausklingen lassen.
Allen, denen ich es nicht persönlich sagen konnte, noch mal alles Gute und ein tolles Jahr 2009!
Um die Beine streicht euch
Eure Katze
frohes neues Jahr euch allen! Schon ist es wieder der 8. Januar, und daher setze ich gleich mal die die New Year´s resolution um, euch öfter mit Updates aus meinem asketischen Leben zu versorgen :)
Ich hoffe, euch ist es gut ergangen! Ich hatte ein paar schöne Tage in Hamburg und Bremen. Santa war dieses Jahr ganz besonders niedlich...

Und nicht nur war Santa niedlich, sondern auch äußerst großzügig: Viele neue Bücher (vor allem zu New York, denn dieses Jahr im September wollen Axel und ich Greg dort besuchen, der dort jetzt ja seinen Master in Urban Planning macht) und andere schöne Dinge. Das führte dazu, dass ich eine saftige Summe - 60 € - für Übergepäck berappen musste! Ich war empört, musste dann aber schnell in den sauren Apfel beißen, weil mein Handgepäck auch mindestens doppelt so schwer war wie erlaubt. Bevor sie also noch auf die Idee kamen, das wiegen zu wollen, marschierte ich lieber zähneknirschend zum Halsabschneider-Schalter und ließ mir das Geld aus der Tasche ziehen.
Jaa, schwere Taschen, wieder einmal ein Abschied schweren Herzens und voller schöner Erinnerungen. Besonders schön und vor allem entspannend waren die zwei Tage, die Axel und ich auf Fehmarn bei Anne und Stefan verbrachten, die wir über Silvester besuchten. Da Anne ja (mit meinem Patenkind :)) schwanger ist, war es ein ruhiges Silvester, und haargenau das, was ich mir gewünscht hatte: schön essen, paar Raketen, bißchen rumliegen, total verpeilt Bleigießen und dann herausfinden, dass man den Löffel tief über die Wasseroberfläche halten muss... was man natürlich vorher im Eifer des Gefechts nicht gelesen hat, obwohl es in fetter Schrift auf der Packung stand... wir hatten schon unseren Spaß. Es war auch herrlich, mal aus der Stadt raus zu sein, und das neue Jahr mit einem Strand-Spaziergang zu beginnen kann ich nur empfehlen. Ich lasse mal wieder die Bilder für sich sprechen:
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| Silvester 2008 / 2009 |
Schöner hätte ich mir den Jahresanfang nicht wünschen können. Relativ bald danach musste ich dann auch schon zurück nach Gotham City fliegen, wo das Leben nun schon wieder fast seinen geordneten Gang geht. Noch fällt allen der unnatürliche Zustand des Arbeitens sehr schwer, und nur die Ausgabe des Weihnachts-Bonus (einem Google-Phone, das hier neben mir auf der Fensterbank vor sich hinläd und sogar bei dieser profanen Aufgabe ziemlich schick aussieht) konnte ein wenig Begeisterung wecken.
Auf den Weg zur Arbeit traf ich wieder meine "alte Freundin", eine junge Frau, bei der ich nicht umhin kann, sie insgeheim mit einer Klorolle zu assoziieren, und zwar, weil sie eine Mütze trägt, die unten mit so Rüschen versehen ist, genau wie einer von diesen gehäkelten Old School Klorollen-Versteckern für´s Auto! Die Frau ist echt ein Phänomen: Schnewittchenhaft gekleidet wippt sie zur Arbeit, und kommt mir abends um halb acht mit genau demselben Hupfdohlengang wieder entgegen.
Aber eine weitere New Year´s resolution sollte doch darin bestehen, nicht immer über alle so gemein zu denken - darum Schluß mit der Lästerei :)
Es ist auch schon wieder spät, und ich muss demnächst auch mal den Tag ausklingen lassen.
Allen, denen ich es nicht persönlich sagen konnte, noch mal alles Gute und ein tolles Jahr 2009!
Um die Beine streicht euch
Eure Katze
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